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Küstenfischerei und Schweinswalschutz – der Dialog geht weiter

Sandra Redmann (umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion) und Lars Winter (fischereipolitischer Sprecher SPD-Landtagsfraktion) haben eine Pressemitteilung bezüglich Entscheidung der Landesregierung, die Novellierung der Küstenfischereiverordnung zunächst auszusetzen, abgegeben. Eine Information, die sicherlich auch für unsere Fischer in Niendorf / Ostsee von Bedeutung sein dürfte.

Wir veröffentlichen die Pressemitteilung im Wortlaut:

„Die SPD Landtagsfraktion begrüßt die Entscheidung des MELUR, dass es nach der Auswertung der Stellungnahmen der Verbände zur geplanten Änderung der Küstenfischereiverordnung (KüFO) zunächst keine Veränderung geben wird. Damit bleiben die Rechte und Pflichten der Schleswig-Holsteinischen Stellnetzfischerei beim Status quo. Das heißt aber nicht, wie der NABU behauptet, dass dieser Entscheidung der Schweinswal- und Tauchentenschutz zum Opfer fällt. Denn die im bisherigen Dialog mit den Fischern besprochenen Schutzmaßnahmen, wie z.B. die Erforschung von alternativen Fangmethoden, sollen umgesetzt werden. Wir brauchen mehr wissenschaftliche Erkenntnisse, um das Überleben der Schweinswale bei auskömmlichem Ertrag für die Fischer zu sichern

Dreist ist der Vorwurf des NABU, SPD und SSW hätten den Entwurf zum Scheitern gebracht. Die Unterstellung des NABU, dass SPD und SSW intransparent gehandelt hätten und einseitig Lobbyinteressen verträten, weisen wir aufs Schärfste zurück! Die Abgeordneten haben immer und in vielen Gesprächen mit allen Beteiligten konstruktiv an einer Lösung gearbeitet, die dem Artenschutz und dem Schutz der handwerklichen Fischerei dient. In diesem Sinn haben wir die Gespräche des MELUR unterstützt. Innerhalb der regierungstragenden Fraktionen hat es zu keinem Zeitpunkt eine Abstimmung für oder gegen die Änderung der KüFO gegeben.

Die Gespräche haben gezeigt, dass es vielseitige Interessen gibt, die gut gegeneinander abgewogen werden müssen. In diesem Prozess haben wir uns befunden und werden ihn auch weiterführen. Die Reaktion des NABU darauf ist an dieser Stelle destruktiv und schadet dem gesamten Prozess.

Als Fischer jetzt zu frohlocken, wäre genauso falsch, wie als Naturschutzverband die bisherige Arbeit zu verdammen. Der Dialog hat ergeben, dass das Eine nicht ohne das Andere geht. Wir werden ihn weiter führen.“

Sandra Redmann, Lars Winter